Die kroatische Sprache ist seit 1991 Amtssprache der Republik Kroatien. Auch in Bosnien-Herzegowina, Montenegro, in der autonomen serbischen Provinz Wojwodina, im österreichischen Burgenland und in Rumänien hat Kroatisch zum Teil offiziellen Status. Insgesamt gibt es ungefähr sechs Millionen Sprecher.

Kroatisch gehört zum südslawischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Es ist eng mit dem Serbischen verwandt mit nahezu gleicher Grammatik, unterscheidet sich jedoch in der Aussprache und im Wortschatz erheblich. Die kroatische Sprache ist seit dem Mittelalter kulturell westlich geprägt – das zeigt sich unter anderem in der Verwendung der lateinischen Buchstabenschrift und vielen Lehnwörtern aus dem Italienischen und Deutschen. Als Folge der Abgrenzung zum Serbischen und zum künstlich geschaffenen Serbokroatisch, das im ehemaligen Jugoslawien als übergreifende Amtssprache diente, wurden zahlreiche Wörter auf der Grundlage des slawischen Sprachschatzes neu geschaffen und regionale Wörter aufgenommen. Es gibt drei große Dialektgruppen: Im nördlichen Kroatien und um Zagreb herum werden kajkavische Mundarten, in Istrien, Dalmatien und auf den Adriainseln cakavische, im zentralen und südlichen Kroatien und westlichen Bosnien-Herzegowina stokavische Mundarten gesprochen.

Das Kroatische ist eine flektierende Sprache – das heißt, Wortbeziehungen im Satz werden durch Beugung der Wörter ausgedrückt. Es gibt sieben Fälle, drei Genera, Singular und Plural. Von 1850 an war das Serbokroatische die gängige Schriftsprache. Im Zuge der Unabhängigkeit Anfang der 1990er Jahre wurde die Schriftsprache neu geregelt; sie beruht nun überwiegend auf den stokavischen Dialekten der kroatischen Sprache.

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